Joe's Bike Camp: Der erste Eindruck vom XEA Raff

Ein langes und hartes Wochenende ist vorüber. Joe war vom 24. bis einschließlich 28.05. im Einsatz - zum ersten Mal auf dem XEA Raff. Wie sich das Rad bei den ersten Bike Camps geschlagen hat, lest ihr in Joes Bericht.

Noch kurz die richtige Lenkereinstellung überprüfen - dann geht's ab auf die Strecken!

Begonnen hat es Mittwoch als ich mein neues XEA Raff, welche mir die Firma Drössiger nun in Kooperation zur Verfügung stellt, abgeholt habe. Ich war super neugierig wie sich das neue Bike nun fahren lässt. Somit bin ich gleich mit dem guten Teil in Richtung MTB-Park-Hürtgenwald durchgestartet, um dort unser wöchentliches Mitglieder/Helfer-Training zu organisieren. Vor Ort fiel das Bike direkt auf und ich wurde über das Raff ausgequetscht. Leider Gottes konnte ich selber noch nicht viel dazu sagen, da ich es bis Dato keinen cm gefahren war. Jedenfalls in Sachen Optik, mit der klaren Linie und doch einem Touch Moped im schwarzen Anzug, konnte das Drössiger Superenduro klar punkten.

Der erste Eindruck

Ich hatte zurvor ein grobes Setup vorgenommen, d.h. Einstellung vom Lenker und Sattel bis hin zu Durchhang und Zugstufe der Federelemente. So weiter im Text! Ich entschloss mich jedenfalls erstmal auf unserem Drössiger FlowRide die erste Jungfernfahrt mit dem neuen Gerät zu absolvieren. Als ich schon am Startpodest in die Strecke rollte, merkte ich gleich, dass das Raff ein absolutes Funbike sein wird. Dies bestätigte sich auch gleich an den ersten Sprüngen. Super agil im Antritt und kontrolliert sprungfreudig. Eigentlich genau das, was man sich immer wünscht, um 'ne Menge Spaß zu haben. Als ich dann an unserem "kleinen Stepup" mit ordentlich Speed ankam merkte ich kurz, dass noch etwas Feinabstimmung am Fahrwerk von Nöten war. Ich entschloss mich nun wieder etwas Speed rauszunehmen und erstmal in Richtung Bauwagen zu rollen, um dort noch flott die letzte Feinabstimmung durchzuführen. Ausgestattet mit einer Dämpferpumpe und einem zusätzlichem Token für meine Gabel begann ich die Einstellungen vorzunehmen. Letztendlich landete ich bei 100 PSI in der RockShox Lyric und 220 PSI in dem RockShox Vivid (Bike ready wiege ich knapp 85kg).

Nun ging es in den 2. Run auf dem Drössiger Flowride, um den direkten Vergleich zu haben. Siehe da, es passt alles. Kein Durchschlagen, kaum Rappeln bei den Bremswellen dank der Charger Einheit der Lyric und auch kein Zusammensacken des Hinterbaus dank der 2 Zugstufen des Vivids. Resultat: Grobe Voreinstellung mit kleiner Korrektur nach der ersten Abfahrt und - zack - sitzt das Ding.

Ab auf unsere "große" Freeride mit massiven Anliegern und Sprüngen mit ordentlich Airtime. Fazit: Verdammt warum bin ich bis Dato immer diese fetten, trägen Downhiller gefahren?!

Das Drössiger Raff XEA wiegt so, wie ich es im Moment aufgebaut habe, ziemlich genau 15 kg und genau so fährt es sich auch. Im Park super agil und trotzdem kann man mit dem Bike auch mal easy wieder neben den Strecken den Berg hoch pedalieren.

Joe's Bike Camp

Am darauf folgenden Tag hatte ich dann mein erstes Girls Camp mit einer sehr entspannten und netten Gruppe. Das Drössiger. muss ich sagen. erleichtert mir nun meine Arbeit als Trainer enorm. da ich nun viel agiler und einfacher alle Übungen vorführen kann; und vor allem auch mal flott beim Sektionstraining wieder hoch pedaliere.

Den Freitag nutze ich außerhalb des Parks bei einer kleinen 25 km Enduro Tour mit meiner Freundin, wo natürlich das Drössiger Raff nicht fehlen durfte. Auch diese Prüfung bestand das Bike mit Bravour.

Nachdem ich mich nun echt an den leichtfüßigen Apparat gewohnt hatte, ging es am Samstag in die nächste Runde. Es hieß Bike Camp mit den Jungs. Draußen war es knapp 30 Grad im Schatten und und keine einzige Wolke am Himmel. Selbst an dem Tag, als meine Teilnehmer zum Schluss des Trainings noch fette Action an unserer Wall sehen wollten, ließ mich das Raff nicht im Stich. Sogar am Scrubroller, den ich heftig ins Flat geflogen bin, gab mir das Raff ausreichen Reserven und schluckte den Einschlag easy weg.

Am Sonntag stand dann Rettungsfahrer auf dem Tagesplan. Ich hatte mich für die Nachmittagsschicht eingeteilt, weil für später Gewitter und schlechtes Wetter gemeldet waren. Von den Gewittern blieben wir verschont, jedoch hatten wir einige echt heftige kurze Schauer. Die Strecken waren kurz danach teilweise unberechenbar, halb trocken unter den Bäumen und Schmierseife an den offenen Stellen. Dank des einfach Handlings waren auch diese Vorausseztungen für das Raff keinerlei unbezwingbare Hürden.

Fazit des ersten langen, harten Wochenendes:

Das Drössiger Raff XEA ist ein absolut geiles Gerät und hat sich den Titel Superenduro absolut verdient!